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Arbeitsgruppe Caritas

Beim letzten Treffen Ende August wurde das Thema
„Sozialraumorientierung“ in den Blick genommen.

Für alle, die in der Arbeitsgruppe von Seiten des Caritasverbandes mitwirken, ist diese Orientierung bereits seit zwei Jahrzehnten gelebte Praxis. So konnten eine ganze Reihe konkreter Beispiele angeführt werden, die in die Arbeit der künftigen neuen Pfarrei eingebracht werden.

Für Seelsorge und Caritas kann Sozialraumorientierung als konkrete Form der Hinwendung zu den Menschen bezeichnet werden. Eine diakonische Kirche in der Zukunft ist dabei in drei Formen präsent:

1. Im KOMMEN: An den „Orten von Kirche“ (d.h. dort wo Gottesdienst gefeiert, wo einander begegnet, wo Menschen geholfen wird usw.) kommt Kirche auf die Menschen zu und heißt sie willkommen. Diese Form, die „Komm-Struktur“, ist allen wohlbekannt.

2. Im GEHEN: Kirche ist „heraus gerufen“ (vgl. Synode), aktiv in die Lebensräume der Menschen hinein zu gehen. Sie nimmt wahr, ist empfindsam, sucht „vor Ort“ den Kontakt, handelt gemeinsam mit den Menschen.

3. Im STEHEN: Über das „Kommen“ und „Gehen“ hinaus lässt sich Kirche „unterbrechen“. Sie „hält die Nähe aus“. Sie bleibt bei den Menschen. Solidarisch.

Die Arbeitsgruppe Caritas hat zudem eine Untergruppe „Themenzentrum Trauerpastoral“ gebildet. Deren Auftrag ist, die bisherigen Initiativen zu beschreiben und die künftigen Aufgaben zu benennen. Das im Oktober folgende Treffen wird für eine Reflektion genutzt. Zudem sollen erste Kontakte zum künftigen Leitungsteam der Pfarrei der Zukunft geknüpft werden.

Rudolf Düber
Diakon

Arbeitsgruppe Caritas

Die Synode „ermutigt zu einem Prozess diakonischer Kirchenentwicklung – sie ermutigt, sich grundlegend neu auszurichten und in allen kirchlichen Vollzügen missionarisch-diakonisch in die Welt hinein zu wirken.“ (heraus gerufen, Kap. 1)

Die Arbeitsgruppe Caritas arbeitet aktuell mit der von der Teilprozessgruppe Diakonische Kirchenentwicklung vorgelegten Konzeption. Dort sind die inneren Grundorientierungen einer diakonischen Kirche als „Vorzeichen“ formuliert:

Das „WO“ spricht von den Orten, an die wir als Kirche gesandt sind: Dort hin, wo Menschen bei uns um die Anerkennung ihrer Würde ringen. „WORAUS“ wir leben und arbeiten ist das Vertrauen auf Gottes Gegenwart, der das Heil für alle will. Seine Mit-Leidenschaft bewegt auch uns zu Begegnung, Berührung und zum Handeln. „WORAN“ wir in einer diakonischen Kirche arbeiten, ist enorm vielfältig und berührt die individuelle, kulturelle und politische Ebene. „WIE“ wir das tun? Durch Zusammenarbeit mit allen, die mit uns die gleichen Grundanliegen teilen. Durch Entwicklung diakonischer Haltungen und der Arbeit an einer diakonischen Kultur. Und indem wir die kirchlichen Grundvollzüge (Diakonie, Verkündigung, Liturgie) eng miteinander verflechten.

Bereits aus diesen wenigen Stichworten wird deutlich, dass eine diakonische Kirchen-entwicklung über die Frage nach Organisation und Struktur hinausgeht. Die Arbeitsgruppe Caritas empfiehlt daher die Eröffnung eines geistlichen Prozesses im Blick auf die äußeren und inneren Ereignisse sowie auf die Offenbarung Gottes. Sie empfiehlt eine Veranstaltung von Mitarbeitenden aus Seelsorge und Caritas im kommenden Jahr.

In der Weiterarbeit wird sich die Gruppe mit der „Sozialraumorientierung“ beschäftigen.

Rudolf Düber
Diakon

Arbeitsgruppe Caritas

Die Arbeitsgruppe Caritas trifft sich regelmäßig und orientiert sich dabei an der grundlegenden Kernbotschaft der Synode: der diakonischen und missionarischen Kirchenentwicklung. In diesem Zusammenhang hat eine Teilprozessgruppe im Bistum Trier das „Rahmenleitbild Pfarrei der Zukunft“ entworfen, welches als verbindliche Vorgabe für alle künftigen Überlegungen dient.

In den bisherigen Gesprächen der Arbeitsgruppe Caritas wurde auch die Erwartung unseres Bischofs Stephan Ackermann an alle Mitarbeiter*innen zitiert, hinter den Beschlüssen der Synode zu stehen. Für uns als Arbeitsgruppe ist es derzeit wichtig, nicht in Strukturfragen „verfangen“ zu bleiben. Stattdessen haben Seelsorge und Caritas vieles gemeinsam zu tun und können gemeinsam viel bewirken, beispielsweise in der Hospizarbeit. In dieser Gemeinsamkeit liegen auch die Chancen für die Pfarrei der Zukunft.

Konkret hat die Arbeitsgruppe folgende Entscheidungen getroffen:

1. Orte von Kirche sind solche Orte, an denen Menschen einander zum Segen werden und die Armen einen Platz haben. Das Mehrgenerationenhaus Gelbe Villa und die Caritas-Geschäftsstelle sind Orte von Kirche.

2. Das Thema „Trauerpastoral“ soll ein „Themenzentrum“ in der künftigen Pfarrei der Zukunft werden.

3. Das Kooperationsprojekt von Dekanat, Lebensberatung und Caritas „nah dran“ arbeitet heute konkret im Sinne der Synode und ist zugleich „Übungsfeld“ für künftiges Handeln.

Die Arbeitsgruppe Caritas wird sich in ihrer Weiterarbeit mit der Frage „Wozu und für wen sind wir Kirche?“ beschäftigen.

Rudolf Düber
Diakon