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Leitwort

Liebe Schwestern und Brüder im Dekanat Kirchen,

es ist nun nicht mehr lange hin bis zum 1. Januar 2020, zu dem auf dem Territorium unseres jetzigen Dekanates Kirchen die Pfarrei der Zukunft „Betzdorf“ gegründet werden soll. Egal wie man dazu stehen mag, sicher beginnt in gewisser Hinsicht etwas Neues. In vielen Gesprächen mit den unterschiedlichsten Menschen wird deutlich, dass es eine nicht zu leugnende Unsicherheit gibt, häufig auch Skepsis. Das ist zwar absolut nachvollziehbar, und doch bewegt es mich zu einigen Gedanken:

Ich glaube nicht,…

… dass alles anders wird.

… dass wir unsere religiöse und kirchliche Heimat verlieren.

… dass sich viele oder gar alle Ehrenamtlichen zurückziehen werden.

… dass keine/r mehr weiß, wann und wo sie/er einen Gottesdienst besuchen kann.

… dass niemand mehr weiß, an wen er/sie sich wenden kann.

Und ich glaube vor allem nicht, dass „einfach alles den Bach runter geht“.

 

Ich glaube,...

... dass sich in der Kirche immer schon manches geändert hat, weil die Zeit und Welt nie so bleibt, wie sie gerade ist.

... dass wir uns gemeinsam (Laien und Amtsträger, Haupt- und Ehrenamtliche, egal welchen Alters) anstrengen müssen, unsere religiöse und kirchliche Heimat neu zu entdecken und mit Leben zu füllen.

... dass es auch weiterhin Menschen geben wird, die sich für und in ihrer Kirche engagieren, weil es vor allem um das Reich Gottes geht.

... dass es auch in Zukunft Zeiten und Orte geben wird, wo Eucharistie und/oder andere Formen von Gottesdiensten gefeiert werden, weil dies zum unaufgebbaren innersten Kern unseres Glaubens gehört.

... dass es auch in Zukunft ansprechbare Seelsorger/innen geben wird, die sich nach Kräften kümmern werden.

Und ich glaube vor allem daran, dass bei allen möglichen Veränderungen die Kirche als Ganzes und bei uns vor Ort nicht untergehen wird, weil es vor allem SEINE Kirche ist!

Wir sind manchmal zu sehr mit unseren Ängsten und Befürchtungen und gelegentlich mit nutzlosen Scharmützeln beschäftigt, oder klinken uns aus, weil alles so unübersichtlich scheint.

Vielleicht sind wir als einzelne und als Gemeinschaft aber gerade in der Situation des Blinden Bartimäus vor Jericho im Evangelium (Mk 10, 46-52), der um Hilfe ruft und als Antwort hört: „Hab nur Mut, steh auf, ER ruft dich!“ Dieser tut es... und folgt IHM.

Es grüßt sie das Redaktionsteam

Hab nur Mut, steh auf, ER ruft dich!
Mk 10,49b

 

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Liebe Schwestern und Brüder im Dekanat Kirchen,

unsere Kirche ist am Ende, sie geht sprichwörtlich über den Jordan!

Eine saloppe Behauptung, die so manchem angesichts der großen Veränderungen in unserem Bistum, aber auch darüber hinaus in unserer Kirche, mal schnell über die Lippen kommt. Verständlich, zeigt doch die jüngst veröffentlichte Zahl der Kirchenaustritte auch ein klares Bild.

Und ja, hoffentlich geht unsere Kirche über den Jordan, nicht nur sprichwörtlich, sondern sinnbildlich. Denn so wie Josua und das Volk Israel einst mit der Bundeslade den Jordan durchquerten (Jos 3,1-17) um ins gelobte Land zu kommen, so müssen auch wir uns aufmachen, gedanklich mit unserer Kirche über den Jordan zu gehen. Dabei dürfen wir Gott, seine Gebote und seine Gegenwart nicht aus den Augen verlieren, denn ins gelobte Land zu gehen bedeutet auf dem Weg zu sein zu einer größeren Nähe zu Gott. „So werdet ihr wissen, welchen Weg ihr gehen sollt; denn ihr seid den Weg ja früher noch nie gegangen“ (Jos 3,4b). Um diesen neuen und sicherlich auch nicht ganz einfachen Weg zu gehen, braucht es einiges an Mut. Aber es lohnt sich! Mit dem Vertrauen auf Gott werden wir unsere Kirche über den Jordan gehen lassen.

„Habe ich dir nicht befohlen: Sei mutig und stark? Fürchte dich also nicht und hab keine Angst; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir bei allem, was du unternimmst“ (Jos 1,9).

Es grüßt Sie das Redaktionsteam

Sei mutig und stark!
Jos 1,6a

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Liebe Schwestern und Brüder im Dekanat Kirchen,

die vorliegende, zweite Ausgabe der InselPost präsentiert sich Ihnen bereits in einem neuen Gewand. Die wichtigste Neuerung zeigt sich darin, dass ab sofort ein neues Logo die Inselpost zieren wird. Dieses soll in seiner Einfachheit Symbol für unsere Region und unseren christlichen Glauben darstellen. Wir wollen ihnen zu Beginn daher die einzelnen Elemente kurz vorstellen, aus denen sich das neue Logo zusammensetzt.

Jeder, der an einem klaren Tag schon einmal den Blick hat schweifen lassen wird bestätigen können, dass die grünen Hügel sinnbildlich für die Region in der wir, zwischen Siegerland und Westerwald gelegen, leben. Zwischen ihnen zeigt sich die Sonne als immer sichtbares Zeichen Gottes in unserer Welt, der der Hintergrund all unseren Handelns ist. Der Hirtenstab als Zeichen für die Kirche Gottes, in der wir gemeinsam als Christen unterwegs sind, bildet zugleich mit den umgebenden Bergen das Christusmonogramm. Mit der Botschaft Christi im Herzen können wir als Kirche von Trier in die Ferne schauen und die vor uns liegenden Prozesse mit Zuversicht angehen.

Schaut man genau hin, ist auf dem Hirtenstab noch ein Punkt zu erkennen, wodurch die Anfangsbuchstaben der InselPost angedeutet werden.
Lassen Sie es uns gerne wissen, was Sie von dem neuen Logo halten und was Sie darin entdecken.

Es grüßt Sie das Redaktionsteam

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Liebe Schwestern und Brüder
im Dekanat Kirchen,

die Synode und ihre Umsetzung sind seit geraumer Zeit das beherrschende Thema in unserer Diözese Trier. Nach der Veröffentlichung des Strukturplanes wissen wir, dass es vorgesehen ist, unser bisheriges Dekanat, die sogenannte „Trierer Insel“, zu einer „Pfarrei der Zukunft“ zusammenzuschließen. Da es aber zukünftig nicht vor allem und zuerst um äußere Strukturen sondern vor allem um die pastorale Gestaltung innerhalb des neuen Rahmens gehen soll, liegt ein vielfältiger und arbeitsreicher Prozess vor uns, den es zu gestalten gilt. Man kann sich über Sinn und Unsinn manchen Vorhabens streiten, eines jedoch bleibt klar: Veränderungen muss und wird es geben. Daher macht es Sinn, den zukünftigen pastoralen Raum in den Blick zu nehmen und mit den ersten Schritten zu beginnen. Dies hat die Dekanatskonferenz in Angriff genommen und zu bestimmten Aufgabenfeldern verschiedene Arbeitsgruppen gebildet.

Die vordringlichste Perspektive bei allen Überlegungen wird sein müssen, wie das Glaubensleben, näherhin: die Verkündigung, caritatives Handeln, die Feier der Gottesdienste, die Sakramentenkatechese und -spendung sowie die Seelsorge, in Zukunft gestaltet werden können. Dazu wird es Bewegung und Kreativität brauchen. Vieles ist noch unklar oder vage; wir sind auf einem Weg.

Einen Beitrag zur Kommunikation auf diesem Weg zu leisten, ist die Aufgabe der „Inselpost“ (zunächst als Teil der Pfarrbriefe unseres Dekanates) in den nächsten Monaten und vielleicht auch darüber hinaus.

Es grüßt Sie das Redaktionsteam

Niklas Hirtz (Pastoralassistent)
Christoph Kipper (Pfarrer)
Jeffrey Merker (Gemeindereferent)